Gesundheitsminister Garg: Vernetzung als Chance begreifen – Kongress in Kiel Signal des Aufbruchs

Kiel. Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben an dem heute (20.1.2010) zu Ende gehenden Kongress „Vernetzte Gesundheit“ in Kiel teilgenommen. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg hatte den vom Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein und der Gesundheitsinitiative Schleswig-Holstein organisierten Kongress gestern eröffnet. Über 30 Referenten, darunter Stefan Kapferer, Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums, diskutierten Lösungsansätze für die regionale Gesundheitsversorgung der Zukunft.

„Auf die Frage, wie eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung langfristig sichergestellt werden kann, gibt es keine Pauschalantwort. Aber es gibt einen Rahmen. Der Kieler Kongress hat die Eckpfeiler dafür markiert. Jetzt gilt es für alle Beteiligten ihn auszufüllen“, sagte Garg zum Abschluss des Kongresses. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels steht fest, dass sich niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Kostenträger, Wirtschaft und Politik aber auch Patienten aufeinander zu bewegen müssen. Es ist ein Signal des Aufbruchs, dass sich die Beteiligten in Kiel darüber einig sind, gemeinsam und auf Augenhöhe an einem Strang zu ziehen, um eine gute regionale Versorgung sicherzustellen, bei der die Patienten im Mittelpunkt stehen.“

Als wichtige Punkte kristallisierte sich auf dem Kongress heraus, dass verstärkt regionale Kompetenz genutzt werden muss, um die Versorgung vor Ort zu gestalten. Eine kleinräumigere Bedarfsplanung bei der Hausarztversorgung ist dazu ebenso denkbar wie beispielsweise die stärkere Vernetzung von medizinischer und pflegerischer Versorgung. Wichtige Vorraussetzung für eine funktionierende Versorgung, ist eine solide Finanzierungsstruktur. Die Neuregelung ist eine der größten Herausforderungen auf Bundesebene. Die Länder sollten mehr Handlungsspielräume erhalten, um regional passgenau agieren zu können.

 

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